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2005-2007: "Krähzy" - Der ultimative Alttraum
Idee
Das niederrheinische Alt hat in den letzten Jahren erheblich an Popularität verloren. Kannte man früher auch das Alt in fast allen deutschen Regionen und sogar im Ausland (Diebels, Hannen), wird es heute zunehmend und auch in seiner niederrheinschen Heimat vom Pils verdrängt. Das aus der Familie der obergärigen Biere stammende Kölsch, das zwar in erster Linie auch regionalen Ursprung hat, erlebt dagegen einen stetigen Aufschwung. Durch die kabarettistische Opernpersiflage „Krähzy“ soll die Tradition des Alt wieder etwas belebt werden. Dieses Bemühen der „Krähen“ zu ihrem 20-jährigen Bestehen ist natürlich nicht bierernst zu nehmen.
Inhalt
Der fröhliche niederrheinische Sprücheklopfer, Hans Alt, ist der einzige Alt-Brauer am Niederrhein. Nur er kennt den alles entscheidenden Spruch, den sein Alt zum Einzigartigen und Unverwechselbaren aller Biere werden lässt, und ihm erst seine dunkle Färbung gibt. Er hütet dieses Geheimnis trotz seiner lebensfrohen Geschwätzigkeit. Außer seinem Alt und seinen viel- und nichts sagenden Sprüchen hat er auch die Frauen zu seinem Lebenselixier gemacht. Mit Billa Börtges verbindet ihn mehr als nur platonische Liebe. Drum vererbt er ihr auf dem Sterbebett das Alt-Rezept und den alles entscheidenden Spruch. Billa verdreht diesen Spruch jedoch, der niemals aufgeschrieben werden darf, wie Hans Alt ihr auf dem Sterbebett hinterlassen hat. Das, was sie ohne den alles entscheidenden Spruch des Hans Alt zusammenbrauen, schmeckt dem niederrheinischen Volk nicht mehr.
Die verzweifelten Alt-Brauer vom Niederrhein buhlen um die Gunst von Billa, weil sie wissen, dass in ihr der Schlüssel zur Lösung des Bierproblems steckt. Die sonst untereinander streng verfeindeten Alt-Brauer vom Niederrhein verbünden sich sogar, und es kommt um Mitternacht zu einem konspirativen Treffen in der Alt-Schlucht am Hülser Berg. In der Nacht entsteht ein helles Alt, das geschmacklich dem einzigartigen Alt vom Niederrhein schon sehr nahe kommt, aber von den Alt-Brauern wegen seiner Farbe verschmäht wird. Colonia Früh, ein originales Kölsches Mädchen, exportiert das helle Alt nach Köln und erlebt damit einen durchschlagenden Erfolg. Dazu braucht sie keine Provision mehr zu bezahlen. Auch die Alt-Brauer wittern ihre Chance, von der leidigen Provision herunter zu kommen. Aber das Alt schmeckt nach Kölsch.
Das Entsetzen unter den Alt-Brauern und bei Billa ist groß. Der Spruch fällt nicht und das Kölsch breitet sich immer mehr aus. Ein Alt-Brauer nach dem anderen wird vom Pils geschluckt. Dann endlich, in der Nacht der Nächte hat Billa ihren ultimativen Alt-Traum...
2002-2003: "Krähdo"
"Krähdo" ist ein Glaubensbekenntnis an den Niederrhein und seine Bewohner. Bei der skurilen Mischung komischer Situationen glaubt man, selbst als Akteur dabei zu sein. Pisa und seine Folgen lassen grüßen: im prallen Leben, in der Schule, am Arbeitsplatz oder auf der Autobahn. Die Schlacht am Teutoburger Wald und die herausragende Bedeutung der einzig ehrlichen Partei Deutschlands dürfen ebenso wenig fehlen wie ein höchst intimes Beichtgespräch unter Ausnutzung der modernen Medien. Mit dabei natürlich wieder das Ehepaar Paul & Billa Börtges mit ihren neuesten Episoden sowie ein traditionelles Mundartstück, das Dank seiner Mimik und Gestik jeder versteht, selbst wenn man keine Mundartkenntnisse besitzt.
Der musikalische Rahmen des Programms bringt die krähentypische Würze in die Kabarettsuppe.
2000-2001: "Krähludium"
„Krähludium“ bringt eine bunte Mischung witziger Alltagssituationen, bei denen u.a. Computer und Handy eine zentrale Rolle spielen. Im Prolog geht es um die Konversation einer typisch niederrheinischen Aufrechnung, dann um das Erlebnis eines jungen Pärchens im neu gestalteten Parkhotel, um Internet-Eäte, Turbulenzen in einer Familie um die neue Haushaltsperle, und schließlich die kontroverse Meinung des niederrheinischen Ehepaares Paul & Billa Börtges um So-und-So-oft-Ware, Erkältung, Doktor und Fremdworte.
Die Zuschauer werden Zeugen, wie sich völlig unterschiedliche Menschen in einem steckengebliebenen Aufzug, bei einer Vereinsgründung und am Rähmchen in der Kneipe verhalten, bis sie schließlich sogar erleben, welche ungeahnten Probleme in Himmel und Hölle kurz vor Weihnachten zu lösen sind. Abgerundet wird das Programm durch das brandneue Couplet „Alles für ne jute Zweck!“, dem Motto der „Krähen“ seit 1985!
Das Programm wird wieder durchzogen mit populären Songs, getextet und zugeschnitten auf die jeweiligen Situationen.
1997-1998: "Krähatour"
„Krähatour“ bringt eine außergewöhnliche Tour des Ensembles live auf die Bühne. Familie Börtges – 6 Personen, 1 Hund und eine Tüte Fische – durchzieht das Programm auf der Reise mit dem Wohnmobil ins italienische Amalfi, wobei es lebenswichtige Fragen zu klären gibt. Themen wie sie in jeder Familie den sattsam bekannten Urlaubsstress erzeugen. Über allem schwebt die ständige Angst vor dem nächsten Stau.
Man wird Zeuge, wie es in einem Damen-Pannenkurs zugeht, abgehalten durch einen Gelben Engel des ADAC, und kann bereits jetzt erleben wie die „Post 2000“ dem viel gescholtenen Service-Standort Deutschland alle Ehre macht.
Neben zahlreichen schmissigen Songs gibt es zum Durchatmen des fast durchgängig auf der Bühne präsenten Ensembles humoristische Solo-Nummern von Jochen Butz sowie dem bekannten Mundartautor Theo Versteegen als Bindeglieder zwischen den Ensemblestücken.
Alle Programme seit 1985 im Überblick
- 1985: Sender Krähenfeld
- 1986: Krähenpick
- 1987: Krähengeschnäbel
- 1988: Krähenblick
- 1989: Krähenbrut
- 1990: Krähenlese
- 1991: Krähensaat
- 1992: Krähenmix
- 1993: Krähation
- 1994: Krähdenz
- 1995/96: Krähatif
- 1997/98: Krähatour
- 2000/01: Krähludium
- 2002/03: Krähdo
- 2005-07: Krähzy

